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Ratgeber Haushalt & Budget · Stand 13.10.2026 · 8 Min. Lesezeit

Haushaltsbuch Vorlage kostenlos: zum Ausdrucken – und so führst du es richtig

Am Monatsende ist das Geld weg, und keiner weiß so genau, wohin. Meistens sind es nicht die großen Posten, sondern die vielen kleinen, die sich leise summieren. Ein Haushaltsbuch macht sie sichtbar. Hier bekommst du eine kostenlose Vorlage zum Ausdrucken – und eine Anleitung, wie du damit wirklich dranbleibst.

Kostenlos: Die Haushaltsbuch-Vorlage als PDF (4 Seiten) mit Monatsübersicht, Ausgaben-Liste, Budget pro Kategorie und Jahresübersicht – ohne Anmeldung, ohne E-Mail.

Was ein Haushaltsbuch bringt

Ein Haushaltsbuch ist nichts anderes als eine ehrliche Liste: Was kommt rein, was geht raus, was bleibt übrig. Das klingt banal – aber kaum jemand kann diese drei Zahlen für den letzten Monat aus dem Kopf nennen.

  • Du siehst die Lecks. Der Lieferdienst am Freitag, das dritte Streaming-Abo, die Drogerie „nur kurz“ – einzeln harmlos, im Monat oft mehr als gedacht.
  • Du planst statt zu hoffen. Wer weiß, was ein normaler Monat kostet, kann sagen, wie viel für Urlaub, Rücklagen oder ein Sparziel realistisch ist.
  • Es gibt weniger Streit ums Geld. Zahlen auf dem Tisch ersetzen das Gefühl „wir geben zu viel aus“ durch Fakten, über die man reden kann.
  • Teure Monate kommen nicht mehr überraschend. Versicherungen, Kfz-Steuer, Geburtstage, Weihnachten – über das Jahr gesehen sind sie planbar.

Papier, Excel oder App?

Es gibt nicht die richtige Form – es gibt die, die du durchhältst. Ein Überblick:

FormGut fürNachteil
Papier (z. B. die Vorlage unten)Anfänger, Barzahler, alle, die beim Aufschreiben bewusster ausgeben wollenSummen und Sparquote rechnest du selbst
Excel / Google SheetsAlle, die Zahlen automatisch ausgewertet sehen wollen – mit Diagramm, Monatsvergleich und SparquoteBraucht einen Computer, Tablet oder ein Handy mit Tabellen-App
AppUnterwegs schnell eintragenOft Abo, Werbung oder Konto beim Anbieter; Daten liegen fremd

Ein bewährter Weg: einen Monat auf Papier starten, um ein Gefühl für die eigenen Ausgaben zu bekommen – und danach in eine Tabelle wechseln, die das Rechnen übernimmt.

Die richtigen Kategorien

Zu wenige Kategorien sagen nichts aus („Sonstiges: 900 €“), zu viele machen das Eintragen mühsam. Rund zwölf haben sich bewährt – die Vorlage nutzt diese:

Nr.KategorieWas dazugehört
1Wohnen & NebenkostenMiete oder Rate, Nebenkosten, Strom, Heizung
2LebensmittelSupermarkt, Bäcker, Markt
3MobilitätTanken, ÖPNV-Ticket, Werkstatt, Kfz-Steuer
4VersicherungenHaftpflicht, Hausrat, Kfz, Berufsunfähigkeit
5GesundheitApotheke, Zuzahlungen, Brille
6Kinder & FamilieKita, Schule, Kleidung, Taschengeld
7Freizeit & HobbyRestaurant, Kino, Sport, Ausflüge
8Abos & VerträgeHandy, Internet, Streaming, Fitnessstudio, Rundfunkbeitrag
9KleidungKleidung und Schuhe für Erwachsene
10HaustiereFutter, Tierarzt, Versicherung
11Sparen & AnlegenSparrate, Notgroschen, Sparplan
12SonstigesWas nirgends passt – sollte klein bleiben

Passe die Liste an dein Leben an. Häufige Ergänzungen: Kredite & Raten, Drogerie & Haushalt, Restaurant & Lieferdienst, Urlaub & Reisen, Geschenke & Feiertage. Ein Tipp: Wenn „Sonstiges“ jeden Monat groß ist, steckt darin eine Kategorie, die eigentlich einen eigenen Namen verdient.

Haushaltsbuch führen in 5 Schritten

  1. Einnahmen eintragen. Alles, was im Monat reinkommt: Lohn, Rente, Kindergeld, Nebenjob, Unterhalt. Bei schwankendem Einkommen den tatsächlichen Betrag, nicht den erhofften.
  2. Feste Ausgaben eintragen. Miete, Nebenkosten, Strom, Versicherungen, Abos, Raten – mit dem Datum, an dem sie abgebucht werden. Kosten, die nur jährlich kommen, teilst du durch zwölf und planst sie als Monatsbetrag ein.
  3. Jede Ausgabe aufschreiben. Am besten am selben Tag – abends zwei Minuten mit Kassenbons und Kontoauszug. Auch Barzahlungen und Kleinbeträge. In der Vorlage reicht die Kategorie-Nummer.
  4. Am Monatsende auswerten. Ausgaben nach Kategorie zusammenzählen und die Monatsbilanz ziehen: Einnahmen minus feste minus variable Ausgaben ergibt, was übrig bleibt.
  5. Eine Sache ändern. Nicht alles auf einmal. Such dir die größte Überraschung des Monats aus und setz dir dafür ein Budget für den nächsten Monat. Das hält länger als jeder radikale Sparplan.

Sparquote und 50/30/20-Regel

Die Sparquote zeigt, welcher Anteil deiner Einnahmen am Monatsende übrig bleibt:

Sparquote = Übrig ÷ Einnahmen × 100
Beispiel: 3.000 € Einnahmen, 2.550 € Ausgaben → 450 € übrig → 450 ÷ 3.000 × 100 = 15 %

Als Orientierung wird oft die 50/30/20-Regel genannt: etwa 50 Prozent der Einnahmen für das Nötige (Wohnen, Lebensmittel, Versicherungen), 30 Prozent für Wünsche (Freizeit, Restaurant, Hobbys) und 20 Prozent zum Sparen oder für das Abzahlen von Schulden. Das ist ein Richtwert, kein Gesetz – mit hoher Miete in einer Großstadt sieht die Aufteilung anders aus. Wichtig ist, dass du deine eigene Quote kennst und beobachtest, wohin sie sich entwickelt.

Die 6 häufigsten Fehler

  • Kleinbeträge weglassen. Der Kaffee, das Brötchen, die App für 2,99 € – gerade sie ergeben am Ende die Überraschung.
  • Nur Kartenzahlungen erfassen. Bargeld verschwindet sonst unsichtbar. Eine Abhebung ist keine Ausgabe – erst das, wofür du das Bargeld ausgibst.
  • Jährliche Kosten vergessen. Versicherung, Kfz-Steuer, Mitgliedsbeiträge: einmal im Jahr fällig, aber jeden Monat einzuplanen.
  • Zu viele Kategorien. Wer 30 Kategorien pflegt, gibt meist nach drei Wochen auf. Lieber zwölf und eine Notizzeile.
  • Nach einem Monat aufhören. Ein Monat ist ein Zufall. Erst nach drei Monaten zeigt sich, was normal ist.
  • Sich selbst verurteilen. Das Haushaltsbuch ist ein Messgerät, kein Zeugnis. Ehrliche Zahlen helfen mehr als schöne.

Kostenlose Vorlage (PDF)

Haushaltsbuch Vorlage zum Ausdrucken — Seite 1: Einnahmen, feste Ausgaben mit Fälligkeit und Monatsbilanz mit Übrig und Sparquote

Haushaltsbuch zum Ausdrucken — kostenlos

4 Seiten im Hochformat (DIN A4): Monatsübersicht mit Einnahmen, festen Ausgaben und Monatsbilanz · Ausgaben-Liste mit Kategorie-Nummern · Kategorien & Budget mit Geplant/Ausgegeben/Differenz · Jahresübersicht mit Sparquote pro Monat und Sparzielen. Kein Newsletter, keine E-Mail nötig.

Kostenlos herunterladen (PDF)

Tipp: Seite 2 (Ausgaben-Liste) zwei- bis dreimal pro Monat ausdrucken – je nachdem, wie oft du einkaufst.

Kostenlos oder Excel-Version?

Die Papier-Vorlage reicht völlig, um anzufangen. Wer sich das Zusammenzählen am Monatsende sparen will, nimmt die Tabellen-Version – sie rechnet bei jeder Buchung mit.

FunktionKosten­lose VorlageEinfaches Haushalts­buch (Excel / Sheets)Jahres-Haushalts­buch (Excel / Sheets)
Einnahmen, Ausgaben, Übrig✓ von Hand✓ automatisch✓ automatisch
Sparquote✓ von Hand✓ automatisch✓ automatisch
Ausgaben nach Kategorie✓ von Hand✓ mit Diagramm✓ mit Diagramm
Alle 12 Monate im Vergleich✓ Jahresübersicht✓ grün/rot markiert✓ Jahres-Dashboard
50/30/20-Check––✓
Sparziele mit Fortschritt✓ Tabelle–✓ mit Ampel
Eigene Kategorien, Name im Titel✓ von Hand✓ kostenlos angepasst✓ kostenlos angepasst
Preiskostenlos3,99 €7,98 €

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Häufige Fragen

Gibt es ein Haushaltsbuch kostenlos zum Ausdrucken?

Ja. Die Haushaltsbuch-Vorlage von WAEZ HUB ist ein kostenloses PDF mit vier Seiten: Monatsübersicht mit Einnahmen, festen Ausgaben und Monatsbilanz, eine Ausgaben-Liste, eine Seite für das Budget pro Kategorie und eine Jahresübersicht. Ohne Anmeldung und ohne E-Mail – einfach herunterladen und so oft ausdrucken, wie du willst.

Wie führe ich ein Haushaltsbuch richtig?

Schreib jede Einnahme und jede Ausgabe auf, auch Kleinbeträge wie den Kaffee unterwegs, und ordne sie einer Kategorie zu. Trag zuerst die festen Kosten des Monats ein, danach laufend die variablen Ausgaben. Am Monatsende zählst du alles zusammen: Einnahmen minus Ausgaben ergibt, was übrig bleibt. Wichtiger als Perfektion ist, dass du dranbleibst – am besten mindestens drei Monate.

Welche Kategorien braucht ein Haushaltsbuch?

Bewährt haben sich rund zwölf Kategorien: Wohnen und Nebenkosten, Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen, Gesundheit, Kinder und Familie, Freizeit, Abos und Verträge, Kleidung, Haustiere, Sparen und Sonstiges. Wichtig ist, dass du sie an dein Leben anpasst – zum Beispiel mit einer eigenen Kategorie für Kredite, Restaurant oder Urlaub.

Haushaltsbuch auf Papier, in Excel oder als App?

Papier ist am einfachsten und schult den Blick für jede Ausgabe, verlangt aber Rechnen am Monatsende. Excel oder Google Sheets rechnen Summen, Sparquote und Diagramme automatisch und bleiben bei dir, ohne Konto bei einem Anbieter. Apps sind unterwegs bequem, oft aber mit Abo oder Werbung. Viele beginnen auf Papier und wechseln später zu einer Tabelle.

Was ist eine gute Sparquote?

Die Sparquote ist der Anteil deiner Einnahmen, der am Monatsende übrig bleibt: Übrig geteilt durch Einnahmen mal 100. Eine bekannte Faustregel, die 50/30/20-Regel, nennt 20 Prozent als Richtwert. Das ist eine Orientierung, kein Muss – entscheidend ist, dass du deine eigene Quote kennst und sie sich in die richtige Richtung bewegt.

Wie lange sollte man ein Haushaltsbuch führen?

Mindestens drei Monate, damit sich ein ehrliches Bild ergibt – ein einzelner Monat ist oft zufällig zu teuer oder zu günstig. Besser ist ein ganzes Jahr: Dann siehst du auch die Kosten, die nur einmal im Jahr kommen, etwa Versicherungen, Urlaub oder Weihnachtsgeschenke.

Kann man ein Haushaltsbuch zu zweit führen?

Ja. Am einfachsten führt ihr ein gemeinsames Haushaltsbuch für alle Kosten des Haushalts und tragt bei jeder Ausgabe ein, wer bezahlt hat. In der Excel- oder Google-Sheets-Version ist das bequemer, weil ihr dieselbe Datei teilen könnt und die Summen automatisch stimmen.

Fahmi Waez
Fahmi Waez · WAEZ HUB, Coburg

Ich baue die Vorlagen zu diesen Ratgebern selbst — als Entwickler (PHP/Laravel, Python) und als jemand, der über seine Umzugsfirma seit Jahren täglich mit Wohnungsübergaben, Mietverhältnissen und Haushalten in ganz Deutschland zu tun hat. Für die Texte lese ich die geltenden Gesetze und nenne sie beim Paragrafen; Anwalt oder Steuerberater bin ich nicht — wo eine Vorlage an ihre Grenze kommt, steht das ausdrücklich dabei. Mehr über WAEZ HUB

Diese Vorlage ist eine Ordnungshilfe für den privaten Haushalt. Sie ersetzt keine Finanz-, Schuldner- oder Steuerberatung. Wer mit Schulden kämpft, findet kostenlose Hilfe bei den Schuldnerberatungsstellen der Verbraucherzentralen und Wohlfahrtsverbände.