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Ratgeber Vorsorge · Stand 06.10.2026 · 6 Min. Lesezeit

Medikamentenplan zum Ausdrucken: kostenlose Vorlage und was hineingehört

Fünf Tabletten am Morgen, zwei am Abend, Tropfen bei Bedarf – und im Krankenhaus fragt jemand: „Was nehmen Sie ein?“ Ein Medikamentenplan beantwortet diese Frage, auch wenn Sie selbst es gerade nicht können. Hier finden Sie eine kostenlose Vorlage zum Ausdrucken und eine kurze Anleitung, wie Sie sie ausfüllen.

Kostenlos: Der Medikamentenplan zum Ausdrucken (PDF, 2 Seiten) mit Einnahmezeiten, Bedarfsmedikamenten und Wochenliste zum Abhaken – ohne Anmeldung.

Wofür ein Medikamentenplan gut ist

Wer mehrere Medikamente nimmt, kennt sie meist nach Aussehen und Uhrzeit – „die kleine weiße am Morgen“. Für Angehörige, Pflegedienst, Notarzt oder Krankenhaus reicht das nicht. Sie brauchen Name, Stärke und Einnahmezeit, und zwar sofort.

Ein aktueller Plan hilft in drei Situationen besonders:

  • Im Notfall: Rettungsdienst und Klinik sehen auf einen Blick, was regelmäßig eingenommen wird.
  • Beim Arzt und in der Apotheke: Neue Verordnungen lassen sich mit dem vergleichen, was schon da ist – auch mit selbst gekauften Mitteln.
  • Wenn andere helfen: Kinder, Partner oder Nachbarn, die die Tabletten richten, arbeiten mit derselben Liste.

Der ärztliche Medikationsplan: wer Anspruch hat

Gesetzlich Versicherte, die gleichzeitig mindestens drei verordnete, im ganzen Körper wirkende Arzneimittel dauerhaft anwenden – also über mindestens 28 Tage –, haben nach § 31a SGB V Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan in Papierform. In der Regel erstellt ihn die Hausarztpraxis. Er trägt einen Code, mit dem Praxis und Apotheke ihn einlesen und aktualisieren können.

Wer die elektronische Patientenakte (ePA) nutzt, findet dort zusätzlich eine Liste der elektronisch verordneten Medikamente. Rezeptfreie Mittel stehen dort in der Regel nicht.

Wichtig: Haben Sie einen ärztlichen Medikationsplan, ist er die verlässliche Fassung. Die Vorlage hier ergänzt ihn – zum Beispiel um Bedarfsmedikamente, selbst gekaufte Mittel und die Notfallnummern – oder ersetzt ihn für alle, die (noch) keinen haben.

Was in den Plan gehört

AngabeBeispielWarum
Name / Wirk­stoffRamiprilGleicher Wirkstoff, verschiedene Handelsnamen – der Wirkstoff ist eindeutig
Stärke5 mgDasselbe Mittel gibt es oft in mehreren Stärken
FormTablette, Tropfen, SprayVermeidet Verwechslungen beim Richten
Ein­nahme­zeiten1 – 0 – 1 – 0morgens – mittags – abends – zur Nacht
Hin­weisevor dem Essen, nicht zerteilenWas beim Einnehmen zu beachten ist
WofürBlutdruckHilft Angehörigen und bei Rückfragen

Dazu gehören Bedarfsmedikamente (zum Beispiel ein Schmerzmittel) mit der Höchstmenge pro Tag, selbst gekaufte Mittel wie Augentropfen, Salben oder Nahrungsergänzung – und oben auf dem Blatt: Allergien, Hausarzt, Apotheke und wen man im Notfall anruft.

In 5 Schritten ausfüllen

  1. Alles zusammentragen. Alle Packungen auf den Tisch – auch die aus dem Badschrank und der Handtasche.
  2. Abschreiben, nicht aus dem Gedächtnis. Name und Stärke stehen auf der Packung. Die Einnahmezeiten stehen auf dem Rezept oder ärztlichen Plan.
  3. Bedarf und Selbstgekauftes extra. Was nur manchmal genommen wird, gehört in den Abschnitt „Bei Bedarf“, mit der Höchstmenge pro Tag laut Packungsbeilage oder Verordnung.
  4. Datum eintragen. Oben rechts das Datum, an dem der Plan stimmt. Ohne Datum weiß später niemand, ob er noch gilt.
  5. Prüfen lassen. Nehmen Sie den Plan zum nächsten Arzttermin oder in die Apotheke mit und fragen Sie, ob er vollständig ist.

Ändert sich etwas, füllen Sie ein neues Blatt aus und werfen das alte weg. Zwei verschiedene Fassungen sind gefährlicher als gar keine.

Wo der Plan hingehört

  • Im Notfallordner – zusammen mit Hausarzt, Allergien und Vorsorgedokumenten. Wie man ihn anlegt, steht im Ratgeber Notfallordner anlegen.
  • Sichtbar zu Hause – etwa an der Innenseite der Küchentür, wo Rettungsdienst und Angehörige ihn finden, ohne zu suchen.
  • Unterwegs – gefaltet im Portemonnaie oder in der Handtasche.
  • Bei jedem Termin – Arzt, Facharzt, Krankenhaus, Reha.

Kostenlose Vorlage (PDF)

Medikamentenplan zum Ausdrucken — Seite 1: Tabelle mit Medikament, Stärke, Form, morgens, mittags, abends, zur Nacht, Hinweisen und Wofür, dazu Bei Bedarf und Selbst gekauft

Medikamentenplan zum Ausdrucken — kostenlos

2 Seiten im Querformat: der Plan mit 11 regelmäßigen Medikamenten, Bedarfsmedikamenten, selbst gekauften Mitteln und Notfallkontakt – und eine Wochenliste zum Abhaken der Einnahme. Kein Newsletter, keine E-Mail nötig.

Kostenlos herunterladen (PDF)

Tipp: Drucken Sie gleich zwei Exemplare – eines für zu Hause, eines für unterwegs.

Kostenlos oder Vollversion?

Der Medikamentenplan ist ein Blatt. Im Notfall wird aber nach mehr gefragt: Wer ist der Hausarzt, wo liegt die Versichertenkarte, gibt es eine Vorsorgevollmacht – und wo ist sie?

InhaltKosten­lose VorlageNotfall­ordner PDFBuch
Medikamente✓ Plan✓ Feld✓ Plan
Wochenliste zum Abhaken✓––
Ärzte, Allergien, Hilfsmittel–✓✓
Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung – und wo sie liegen–✓✓
Konten, Versicherungen, Verträge, Digitales–✓✓
„Das wichtigste Blatt“ für die Küchentür––✓
Umfang2 Seiten29 Seiten116 Seiten, A4
Preiskostenlos11,89 €16,99 €

Den Notfallordner gibt es in zwei Formen:

  • Notfallordner als PDF (11,89 €) – zum Ausdrucken, so oft Sie wollen. Kompakter: die Notfallmappe mit 12 Seiten (3,99 €).
  • Als gedrucktes Buch – „Notfallordner zum Ausfüllen“, 116 Seiten in DIN A4, mit diesem Medikamentenplan und weiteren Vordrucken, die sich über einen QR-Code jederzeit kostenlos nachdrucken lassen. Bei Amazon ansehen.

Häufige Fragen

Gibt es einen Medikamentenplan zum Ausdrucken kostenlos?

Ja. Die Vorlage von WAEZ HUB ist ein kostenloses PDF mit zwei Seiten im Querformat: dem Medikamentenplan mit Einnahmezeiten, Bedarfsmedikamenten und selbst gekauften Mitteln sowie einer Wochenliste zum Abhaken der Einnahme. Ohne Anmeldung und ohne E-Mail.

Wer hat Anspruch auf einen Medikationsplan vom Arzt?

Gesetzlich Versicherte, die gleichzeitig mindestens drei verordnete, im ganzen Körper wirkende Arzneimittel dauerhaft anwenden – das heißt über mindestens 28 Tage –, haben nach § 31a SGB V Anspruch auf einen bundeseinheitlichen Medikationsplan in Papierform. Meist erstellt ihn die Hausarztpraxis, die Apotheke kann ihn auf Wunsch aktualisieren.

Was gehört in einen Medikamentenplan?

Für jedes Medikament: Name oder Wirkstoff, Stärke, Darreichungsform, wann und wie viel eingenommen wird, besondere Hinweise wie „vor dem Essen“ und wofür es ist. Dazu Bedarfsmedikamente mit der Höchstmenge pro Tag, selbst gekaufte Mittel und das Datum, an dem der Plan zuletzt geändert wurde.

Gehören auch rezeptfreie Mittel in den Plan?

Ja. Schmerzmittel, Augentropfen, Salben, Abführmittel oder Nahrungsergänzung können für Ärzte und Apotheke wichtig sein, etwa wegen möglicher Wechselwirkungen. Gerade diese Mittel stehen oft auf keiner Liste – deshalb hat die Vorlage dafür einen eigenen Abschnitt.

Wo bewahrt man den Medikamentenplan auf?

Eine Kopie gehört dorthin, wo andere sie im Notfall finden: in den Notfallordner und gut sichtbar zu Hause, etwa an die Innenseite der Küchentür. Eine zweite Kopie gehört ins Portemonnaie oder in die Handtasche – und zu jedem Arzttermin und jedem Krankenhausaufenthalt.

Wie oft sollte der Plan aktualisiert werden?

Bei jeder Änderung: neues Medikament, andere Dosis, abgesetztes Mittel. Am einfachsten füllen Sie dann ein neues Blatt aus, tragen das Datum ein und werfen das alte weg. So gibt es nie zwei verschiedene Fassungen im Umlauf.

Fahmi Waez
Fahmi Waez · WAEZ HUB, Coburg

Ich baue die Vorlagen zu diesen Ratgebern selbst — als Entwickler (PHP/Laravel, Python) und als jemand, der über seine Umzugsfirma seit Jahren täglich mit Wohnungsübergaben, Mietverhältnissen und Haushalten in ganz Deutschland zu tun hat. Für die Texte lese ich die geltenden Gesetze und nenne sie beim Paragrafen; Anwalt oder Steuerberater bin ich nicht — wo eine Vorlage an ihre Grenze kommt, steht das ausdrücklich dabei. Mehr über WAEZ HUB

Diese Vorlage ist eine Ordnungshilfe. Sie ersetzt weder den ärztlichen Medikationsplan noch die Beratung durch Arzt oder Apotheke. Ändern Sie Medikamente oder Dosierungen nie ohne ärztliche Rücksprache.